Marktpreisrisiken

Was ist sind die typischen Marktpreisrisiken?

Marktpreisrisiken

Marktpreisrisiken

Das Marktrisiko definiert sich als Marktwertveränderung aufgrund von geänderten Preisen auf dem Markt. Hier gibt es grundsätzlich drei Hauptkategorien, nämlich das Aktien- und Wechselkursrisiko, das Zinsänderungsrisiko sowie das Volatilitätsrisiko.

Aus bankenaufsichtlicher Betrachtungsweise existiert noch allgemeines und spezifisches Marktpreisrisiko.

Das allgemeine Marktpreisrisiko und die speziellen Marktpreisrisiken

Das allgemeine Marktpreisrisiko ist das Risiko der üblichen Marktschwankungen, also die Tatsache, dass es aufgrund des schwankenden Marktes zu Preis- und Wertveränderungen von Finanzprodukten wie Wertpapieren, Finanzderivaten etc. kommt.

Die speziellen Risiken verstehen sich emittentenbezogen. Ist die Wertentwicklung eines getätigten Geschäftes abhängig von der in der Zukunft liegenden Entwicklung von Fremdwährungs- und, oder Aktienkursen, Zinssätzen, Rohwarenpreisen, dann entstehen Marktpreisrisiken.

Voraussetzungen für Marktpreisrisiken

Grundsätzliche Voraussetzung für ein Marktpreisrisiko ist das Vorhandensein einer sogenannten offenen Position. Das heißt, dass das Geschäft nicht gehedgt ist, also kein entsprechendes Gegengeschäft erfolgt ist.

Potentielle Verluste

Banken im Allgemeinen verstehen unter den Marktpreisrisiken also die potentiellen Verluste, die generiert werden durch die negative Einflussnahme der Marktpreise.

Die unterschiedlichen Ausprägungen von Marktpreisrisiken sind bei den Aktienkursrisiken allgemeine und besondere Kursrisiken sowie die Optionsrisiken.

Zinsrisiken

Bei den Zinsrisiken findet sich eine Unterteilung in allgemeine und spezifische Zinsänderungsrisiken, die Optionsrisiken sowie die Kredit-Spread-Risiken.

Was die Währungs- und Rohwarenrisiken angeht, findet sich hier eine Aufteilung in Wechselkursrisiken, Rohwarenrisiken und schließlich Optionsrisiken.

Portfoliotheorie

Die Aussage der Portfoliotheorie ist, dass Diversifikation das Kursrisiko verringern, wenn nicht komplett eliminieren kann.

Diese Theorie versteht sich als Teil der Kapitalmarkttheorie, sie examiniert das Investitionsverhalten an Kapitalmärkten.

Die Portfoliotheorie stammt von dem Amerikaner Harry M. Markowitz, der sie in 1952 der Öffentlichkeit präsentierte. Er setzte bestimmte Annahmen über Investoren in seiner Rechnung voraus und gewann so Erkenntnisse über das Investitionsverhalten.

Er erhielt für seine Beschreibung den Nobelpreis. Markowitz spricht vom sogenannten unsystematischen Risiko.

Das systematische Risiko aber wird von allen Wertpapieren zusammen getragen, es ist nicht möglich, es durch Diversifikation zu verringern.

Bei der Anlage in kursrisikobehafteten Wertpapieren, muss der Anleger dieser Tatsache Rechnung tragen.

Das Capital Asset Pricing Model

Beim sogenannten Capital Asset Pricing Model, kurz CAPM, einem anderen Theoriemodell, gibt es dagegen kein Marktpreisrisiko. Bei dem Model Arbitrage Pricing aber mehrere allgemeine Risikofaktoren.

Sogenannte Marktrisikopositionen sind die Grundlage für die Eigenmittelunterlegung. Eine Marktrisikoposition ergibt sich aus Währungsgesamtposition zuzüglich der Handelsbuchrisikoposition plus der Rohwarenposition.

Die Rohwarenposition sowie die Währungsgesamtposition sind dabei, unabhängig von ihrer Zugehörigkeit zum Eigenhandel, mit Eigenmitteln zu stützen.