Was ist das Marktrisiko?

Der Begriff „Marktrisiko“ erklärt

Marktrisiko

Was versteht man unter dem Begriff „Marktirisiko“?

Unter Marktrisiko, das auch in den Varianten Marktpreisänderungsrisiko oder Marktpreisrisiko verwendet wird, versteht man das Risiko von finanziellen Verlusten, die entstehen, weil sich die Marktpreise von bestimmten Werten wie Zinsen, Aktienkursen, Rohstoffen oder auch Wechselkursen etc. ändern.

Das Marktrisiko wird in der Portfoliotheorie als systematisches Risiko bezeichnet. Gerade auch beim Handel mit Finanzderivaten spielt das Marktrisiko eine tragende Rolle.

Unterscheidung von Marktrisiken

Marktrisiken, werden nach ihren Parametern unterschieden. Somit unterscheidet man Zinsrisiken, Kursrisiken oder auch Aktienrisiken etc.

Aktienrisiken

Gerade Zinsrisiken und Aktienkursrisiken unterliegen besonderen Risiken.

Sie werden in Anlehnung an die bankenaufsichtlichen Bestimmungen und der Portfoliotheorie oftmals noch zusätzlich in besondere und allgemeine Risiken aufgeteilt.

Das allgemeine Marktrisiko bei Aktien

Das allgemeine Marktrisiko besagt, dass die Gefahr eines Verlustes besteht. Dieser Verlust resultiert aus einer insgesamten Bewegung des Marktes.

Insgesamte Bewegung“ bedeutet hier, dass sich der Markt insgesamt bewegt, d.h. zum Beispiel, dass alle deutschen Aktien einem Kursverlust ausgesetzt sind.

Die eigene betroffene Aktie wäre damit von der insgesamten Bewegung des Marktes betroffen. Gemessen werden kann eine derartige Bewegung anhand des Rückgangs im DAX.

Das besondere Marktrisiko bei Aktien

Im Gegensatz zum allgemeinen Marktrisiko, resultiert das besondere Marktrisiko aus der Änderung einzelner Marktpreise.

Hier wird zum Beispiel ein einziger Aktienwert betrachtet. Das besondere Marktrisiko ist unabhängig von allgemeinen Marktrisiken und steht mit diesem in keiner Verbindung.

Das Zinsrisiko bei Anleihen

Bei Anleihen steht als Marktrisiko das Zinsrisiko im Vordergrund. Als spezifisches Zinsrisiko wird hier das Zinsrisiko angesehen, das von der einzelnen Emission oder dem Emittenten herrührt.

Im Vordergrund steht hierbei natürlich die Bonität des Emittenten. Damit lässt sich das spezifische Zinsrisiko bei Anleihen als deren Kreditrisiko definieren, das sich als Marktpreisrisiko zeigt.

Die Bonität von Kreditnehmern wird durch Kreditderivate handelbar.

Durch Kreditderivate werden Marktpreisrisiken handelbar gemacht.

Das Optionspreisrisiko

Eine Ausnahmestellung bei der Definition von Marktrisiken nimmt das Optionspreisrisiko ein. Der Begriff des Optionspreisrisikos umfasst sämtliche Risiken, die sich aus dem Handel mit Optionen ergeben.

Besonders relevant ist beim Handel mit Optionen das Risiko, dass sich der Preis des Basiswertes ändert. Selbstverständlich stellt auch die Änderung der Volatilitäten ein großes Risiko beim Handel mit Optionen dar.

Reduzierung des Marktrisikos durch Diversifikation

Selbstverständlich sind Anleger darauf aus, die Marktrisiken bei Anlagen so gering als möglich zu halten.

Durch Diversifikation des Portfolios ist es möglich, Marktrisiken zu reduzieren. Dem Marktrisiko können Sie als Anleger nur entgehen, wenn Sie Ihr Geld in nicht risikobehafteten Wertpapieren anlegen. Bei derartigen nicht risikobehafteten Wertpapieren handelt es sich zum Beispiel um Termingelder oder Anleihen mit kurzer Laufzeit.